Viele Menschen wissen noch immer nicht, dass es CAT-Tools und ähnliche Systeme überhaupt gibt. Mit CAT – damals noch in Form des alten Trados, das in Word integriert war – habe ich bereits 2006 gearbeitet, also vor zwanzig Jahren. Auch heute ist vielen nicht bewusst, dass es solche Lösungen gibt und dass sich damit Zeit und Kosten sparen lassen.
Auf der anderen Seite stehen jedoch viele Menschen, Unternehmen – und leider auch Agenturen –, die am anderen Ende des Spektrums stehen und glauben, maschinelle oder KI-Übersetzung sei zu 100 % zuverlässig oder man müsse den Text nur kurz durchlesen und „in einer Stunde“ sei alles erledigt. Das sind zwei Extreme, die leider immer noch existieren. Hier braucht es eindeutig mehr Aufklärung und ein besseres Verständnis.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Wandel der Mindset. Ich habe Übersetzer erlebt, die lautstark beklagen, dass KI ihnen die Arbeit wegnimmt. Ja, sie nimmt ihnen einen Teil der klassischen Arbeit. Gleichzeitig gibt es jedoch weiterhin viel zu tun: Überarbeitung, Post-Editing, die Sicherstellung terminologischer Konsistenz im Text und vieles mehr wie Copywriting, Blogs usw.
Die Übersetzungsarbeit verändert sich – und mit ihr die Anforderungen. Es ist wichtig, neue Tools, Software und Technologien zu kennen und effizient einzusetzen sowie sicher mit Prompts umgehen zu können.

